Florettspinnerei Ringwald

Die Floretti im Niederschönthal war einst eine der grössten Spinnereien in der Schweiz. Ein Buch erzählt jetzt dieses Stück Baselbieter Geschichte.

Die Florettspinnerei Ringwald AG war neben der SIS in Arlesheim

lange Zeit die grösste Fabrik im Baselbiet und eine der grössten

Spinnereien in der Schweiz. Die 1822 von Markus Bölger gegründete

Firma produzierte am Anfang Baumwolle, später Schappe, noch später Kunstfasern. Bölgers Schwiegersohn Christian

Ringwald übernahm das Unternehmen und baute es weiter

aus. Im Niederschönthal (Füllinsdorf) entstand ein Arbeiterquartier

mit Wohnungen, Gärten, öffentlichem Bad, Einkaufs laden. In

unmittelbarer Nachbarschaft lagen die Anwesen der Fabrikherren. Vielfach übers Kreuz verheiratet, verwalteten Basler Familien mit besten Namen wie Merian, Iselin, Preiswerk, Christ, von Planta das industrielle Erbe über Generationen.

 

In diesem Mikrokosmos entstand eine ganz besondere Schönthäler Mentalität. Das Buch stellt deshalb nicht nur die Firmengeschichte dar. Es beschreibt darüber hinaus Themen wie die Arbeiterbewegung, den Giftmord und die Hinrichtung der Drahtzugmüllerin, den Konsumverein, die stolze Feuerwehr, die Bauernhöfe oder die interessante, aber fast vergessene Tat sache, dass der berühmte Marxist Konrad Farner einst hier wohnte. 1957 schloss die Floretti ihren Betrieb. Mehr als 60 Jahre später wurde es höchste Zeit, dass diese Geschichte erzählt wurde.

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Bildgallerie

Blick auf die obere Fabrik. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.06.15.08
Blick auf die obere Fabrik. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.06.15.08
Blick ins Herz von Niederschönthal mit langem Haus, Mühle, Hof und den Gebäuden der mittleren Fabrik. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.14.01.IV
Blick ins Herz von Niederschönthal mit langem Haus, Mühle, Hof und den Gebäuden der mittleren Fabrik. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.14.01.IV
Markus Bölger gründete die Firma 1822 und übergab sie seinem Schwiegersohn Ringwald.
Markus Bölger gründete die Firma 1822 und übergab sie seinem Schwiegersohn Ringwald.
Christian Ringwald. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA6124.14.01.I
Christian Ringwald. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA6124.14.01.I

Das grosse Gebäude bei der oberen Fabrik in der Bauphase.
Das grosse Gebäude bei der oberen Fabrik in der Bauphase.
Stadtplan von Liestal aus dem Jahr 1928. Deutlich sieht man, wie die Kanäle verliefen. Beim Kessel zweigte der Kanal in Richtung Schönthal ab. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.05.10.03
Stadtplan von Liestal aus dem Jahr 1928. Deutlich sieht man, wie die Kanäle verliefen. Beim Kessel zweigte der Kanal in Richtung Schönthal ab. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124.05.10.03
Plan mit dem parallel zur Ergolz laufenden Kanal und den Fabriken. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124
Plan mit dem parallel zur Ergolz laufenden Kanal und den Fabriken. Bild: Staatsarchiv Basel-Landschaft PA 6124
Das alte Trüli-Brügli.
Das alte Trüli-Brügli.
Der Kanal war die Lebensader des alten Schönthals. Das Wasser trieb Turbinen an, schluckte jede Menge Gift und lud die Kinder zum Spielen ein.
Der Kanal war die Lebensader des alten Schönthals. Das Wasser trieb Turbinen an, schluckte jede Menge Gift und lud die Kinder zum Spielen ein.
Idylle an der Ergolz. Das Schönthal wirkte trotz den Fabriken ländlich.
Idylle an der Ergolz. Das Schönthal wirkte trotz den Fabriken ländlich.
Blick über das Trülibrügli nach Füllinsdorf. Heute ist alles zugebaut.
Blick über das Trülibrügli nach Füllinsdorf. Heute ist alles zugebaut.
Die alte Mühle, wo einst der Konsumladen untergebracht war.
Die alte Mühle, wo einst der Konsumladen untergebracht war.
Die Müllerin vergiftete ihren Mann und wurde 1840 als letzte Baselbieterin hingerichtet..
Die Müllerin vergiftete ihren Mann und wurde 1840 als letzte Baselbieterin hingerichtet..
Der letzte Hochkamin wurde 1982 gesprengt. Bild: Lino Lugano
Der letzte Hochkamin wurde 1982 gesprengt. Bild: Lino Lugano

Abriss der letzten Gebäude 1982. Bild: Lino Lugano
Abriss der letzten Gebäude 1982. Bild: Lino Lugano
Arthur Fallab (4.v.l.) war jahrelang Verwalter der Konsumgenossenschaft und eine richtige Legende im Schönthal.
Arthur Fallab (4.v.l.) war jahrelang Verwalter der Konsumgenossenschaft und eine richtige Legende im Schönthal.